Allen Abstandsregeln zum Trotz haben ca. 20.000 neue Mitbewohner*innen die Zeit des Lockdowns genutzt, um es sich auf dem Gelände der H_LLE so richtig gemütlich zu machen. Was aus der Ferne aussieht wie eine rostige Telefonzelle, die hoch oben auf einem der Überseecontainer thront, ist ein alter Serverschrank, der nun als künstlerische Arbeit unter dem Titel „Living Network“ einem Volk heimischer Honigbienen ein neues Zuhause bietet:

Benedikt Flückiger
„Living Network“, 2020
Stahl, Aluminium, Holz, Acrylglas, Styrodur, Honigbienen, Smoker, Stockmeißel, Besen, Rähmchen
190x70x60cm

„Edle Schöpfungen schützt man mit Stahlblechgehäusen“ – so lautet der Slogan der Firma Knürr, deren Serverschrank die Grundlage für die künstlerische Arbeit „Living Network“ von Benedikt Flückiger bildet.
Bei der „edlen Schöpfung“ handelt es sich in diesem Fall jedoch nicht mehr um empfindliche Hardware, sondern um ein Honigbienenvolk – Bienen sind durch die Bestäubung von Nutzpflanzen für den Menschen unersetzbar. Abgesehen von Honig (=Zucker, Energie) produziert ein Volk Honigbienen auch Propolis, welches eine antibiotische Wirkung aufweist und als sogenanntes „Wundermittel“ gilt, sowie eine nicht zu unterschätzende Menge an Wachs.
Der Serverschrank aus Stahl und Aluminium wurde vom Künstler Benedikt Flückiger selbst aufwändig zur Bienenbehausung umgebaut. Er verfügt über herausnehmbare Elemente zur Aufnahme von Rähmchen, ein großes Abteil für Wildbau, eine flexible Dämmung für die kalte Jahreszeit sowie ein Ablagefach für das nötige Imkerzubehör.
Die Honigbienen (Apis mellifera Carnica) können hier ohne menschliche Einmischung ihrer Arbeit nachgehen, lediglich die Pflege und Wartung des Schrankes bleibt in der Hand des Künstlers.

Mehr Informationen zum Künstler unter: http://www.benediktflueckiger.de/

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